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Dachau: Landwirte müssen auf Glyphosat verzichten

11.07.2018

Über 200 Städte in Deutschland wollen zunehmend auf Glyphosat und andere Pestizide verzichten. Darüber informiert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. In einer Pressemitteilung stellt die Behörde die bayerische Kreisstadt Dachau als Best Practice-Beispiel vor.

Bei Neuverpachtungen in Dachau müssen Landwirte laut einem Stadtratsbeschluss von 2017 auf städtischen Pachtflächen auf Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat und auf Neonikotinoide verzichten. Oberbürgermeister Florian Hartmann: "Das Verbot von Glyphosat auf städtischen Flächen ist ein erster Schritt hin zu einer umweltfreundlichen Bewirtschaftung. Andere Kommunen, so zum Bespiel jüngst auch der Landkreis Dachau, ziehen nun mit ähnlichen Beschlüssen nach. Zum Erhalt der Artenvielfalt in Flora und Fauna in Deutschland sind aber bundesweite gesetzliche Regelungen notwendig." Bestehende Pachtverträge sind von dem Beschluss allerdings ausgenommen.

"Nicht bei Glyphosat stehen bleiben"

Florian Pronold, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium: "Die weitgehend pestizidfreie Kommune ist möglich. Dies setzt ein verändertes Denken hinsichtlich des Schönheitsideals einer Stadt, die Bereitschaft zu Verhaltensänderungen und politischen Veränderungswillen voraus. Dachau ist dafür ein gutes Beispiel. Das Bundesumweltministerium setzt sich für einen grundsätzlichen Ausstieg aus Glyphosat bis zum Ende dieser Legislaturperiode ein. Daher sind uns die Erfahrungen der Landwirte und Kommunen, die sie beim Vermeiden von Pestiziden machen sehr wichtig. Denn letztlich dürfen wir nicht bei Glyphosat stehenbleiben, wenn wir eine insgesamt umwelt- und naturverträglichen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln erreichen wollen."

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