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BNN: Fipronil ist ein Problem des konventionellen Handels

22.06.2018

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) hat darauf hingewiesen, dass die jüngsten Funde des Biozids Fipronil in niederländischen Bio-Eiern nur konventionelle Handelsketten betrafen. Die belasteten Eier seien an Penny, Aldi und Lidl geliefert worden.

Die neuerlichen Fipronil-Funde seien „bezeichnend für eine Haltung von Supermärkten und Discountern, die Bio nur als Marketing verstehen, um das eigene Sortiment attraktiver wirken zu lassen“, sagte BNN-Geschäftsführerin Elke Röder. Der Bio-Fachhandel dagegen greife auf eine eigene Lieferanten- und Großhandelsstruktur zurück. Er lege Wert auf Bio-Eier aus der Region, von Familien-Betrieben und zukunftsweisenden Haltungsformen wie mobilen Hühnerställen.

Das niedersächsische Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz hatte das Fipronil in Eiern aus den Niederlanden gefunden, die über eine niedersächsische Packstelle ausgeliefert worden waren. Insgesamt waren es 73.000 Eier, die an Discounter in sieben Bundesländern geliefert wurden. Parallel dazu fanden nordrhein-westfälische Behörden das Insektengift in einer ähnlich großen Menge an konventionellen Freiland-Eiern aus den Niederlanden. Die dortigen Behörden begründeten den Fund mit Altlasten. Die betroffenen Betriebe seien nicht gründlich genug gereinigt worden, so dass die Hühner Fipronilreste aus dem letzten Jahr aufgenommen hätten.

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