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Acrylamid: Neue Vorgaben zur Minimierung

25.04.2018

Im April ist die neue Acrylamid-Verordnung der EU in Kraft getreten. Sie soll den gesundheitsschädlichen Stoff weiter reduzieren, der vor allem in frittierten, gerösteten und gebackenen Produkten vorkommt und als im Tierversuch krebserregend gilt.

Die Verordnung legt Richtwerte für Acrylamid in einzelnen Lebensmittelgruppen fest, etwa 500 Mikrogramm je Kilogramm (µg/kg) für verzehrfertige Pommes, 350 µg/kg für Kekse und Waffeln oder 400 µg/kg für Röstkaffee. Die Lebensmittelhersteller werden zu Minimierungsmaßnahmen verpflichtet, die sowohl die eingesetzten Rohstoffe als auch Rezepturen und die Herstellungstemperaturen betreffen. Außerdem müssen sie regelmäßig den Gehalt an Acrylamid-Vorstufen in den einschlägigen Zutaten und von Acrylamid im Endprodukt überprüfen. Wird der Richtwert überschritten, müssen sie ihre Minimierungsstrategie anpassen. Damit will die EU die Acrylamid-Gehalte auf einen technisch realisierbaren minimalen Gehalt beschränken. Dazu sollen die Richtwerte alle drei Jahre überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Immer weniger Acrylamid in Lebensmitteln bereits ab 2002

Acrylamid wurde erstmals 2002 als Schadstoff in Lebensmitteln thematisiert, der das Krebsrisiko der Verbraucher erhöht. Seither haben die Hersteller den Gehalt in den einschlägigen Lebensmitteln bereits deutlich verringert. Die neuen verschärften Werte könnten dazu führen, dass einschlägige Verbrauchermagazine den Schadstoff nach längerer Zeit wieder aufgreifen und Überschreitungen der neuen Richtwerte skandalisieren.

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