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BÖLW-Statement zum Regierungsantritt der GroKo

15.03.2018

Den Regierungsantritt der Großen Koalition (GroKo) hat Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bio-Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), mit Blick auf Landwirtschaft und Ernährung kommentiert. In einer Pressemitteilung schreibt er: „Wir wünschen uns von der Großen Koalition, dass sie die nächsten vier Jahre entschlossen nutzt. Denn nur wenn die neue Bundesregierung deutlich umsteuert, können Landwirtschaft und Ernährung fit für die Zukunft werden. Die Politik der vergangenen vier Jahre fortsetzen, das genügt nicht, damit das Wasser sauber bleibt, die Artenvielfalt gestärkt und das Klima geschützt wird."

Neben Bundesagrarministern Julia Klöckner sei das gesamte Team um Kanzlerin Merkel gefordert, damit der Umbau der Sektoren gelingt. Mit 20 % Ökolandbau bis 2030 habe die GroKo einen wichtigen Transmissionsriemen benannt, mit dem Nachhaltigkeits- und Klimaziele erreicht werden könnten. "Zupacken muss Klöckner aber nicht nur in Berlin sondern auch in Brüssel, wenn es um die Reform der Europäischen Agrarpolitik geht", so zu Löwensetin.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, müsse das Innovationspotential von Bio heben. Derzeit gehen laut zu Löwenstein nur 1,6 % der Agrarforschungsmittel in die Öko-Forschung. Hier müsse die Bundesregierung zulegen, wenn das 20 %-Ziel zeitnah erreicht werden soll. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier könne mit der ‚Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘ für Innovationen und die Investition im Bio-Bereich sorgen, um die Öko-Wirtschaftsmotoren im ländlichen Land zu stärken. Bundesumweltministerin Svenja Schulze werde die deutschen Klimaziele und den Stopp des Artenschwundes nur erreichen, wenn auch ihr Haus kräftig am Umbau der Lebensmittelwirtschaft mitwirke.

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, hatte bereits in der letzten Legislaturperiode auf Bio in der Entwicklungszusammenarbeit gesetzt. "Dieses zarte Pflänzchen sollte weiter gestärkt werden. Den Hunger zu bekämpfen und die wirtschaftlichen Verhältnisse vor Ort zu stabilisieren, dazu kann Ökolandbau beitragen. So können sich Menschen in ihrer Region eine Zukunft aufbauen und werden nicht gezwungen, ihre Heimat zu verlassen", so zu Löwenstein.

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