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Lebensmitteleinkauf: Deutsche legen Wert auf umfassende Information

05.01.2018

Verbraucher in Deutschland interessieren sich für Herkunft, Herstellung und Zusammensetzung ihrer Lebensmittel. Tierwohl ist ihnen dabei besonders wichtig. Zu diesem Ergebnis kommt der „Ernährungsreport 2018“, in Auftrag gegeben vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Viele Menschen nehmen die Informationen zu Lebensmitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, bewusst zur Kenntnis und lassen diese dann auch in ihre Kaufentscheidung einfließen. Dabei sind nicht nur die Verpackungen wichtig. Etwa zwei Drittel der Befragten nutzen Informationen, die am Einkaufsort bereitstehen. Immer mehr Menschen informieren sich auch digital: 42 Prozent geben an, sich via Onlinerecherche über Lebensmittel zu informieren, 21 Prozent besuchen Internetforen mit Produktbewertungen, 14 Prozent informieren sich über Soziale Medien. Letztere werden überwiegend von den Jüngeren genutzt: so nutzen 31 Prozent der unter 30-Jährigen Soziale Medien, bei den über 60-Jährigen sind es vier Prozent.

Vor diesem Hintergrund sind transparente Informationsangebote wichtig. "Die Menschen wünschen sich klare und neutrale Informationen. Mit dem Bundeszentrum für Ernährung habe ich im vergangenen Jahr eine zentrale Einrichtung für eine alltagstaugliche, wissenschaftsbasierte Ernährungskommunikation geschaffen", kommentierte Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) das Ergebnis.

Großteil der Befragten würde für Lebensmittel mit Tierwohl-Label mehr Geld bezahlen

Gefragt nach ihren persönlichen Erwartungen an die Landwirtschaft nennen 66 Prozent der Befragten auf Platz eins das Wohl der Tiere, das damit noch vor der Qualität der Produkte, der Entlohnung der Mitarbeiter und umweltschonenden Produktionsweisen liegt. Könnte in Zukunft nur eines dieser vier Ziele tatsächlich umgesetzt werden, so hätten bei zwei von fünf Befragten höhere Standards bei der Tierhaltung Priorität. Dies gilt unabhängig davon, ob die Befragten auf dem Land oder in der Stadt leben.

Schmidt betonte: "Insgesamt hat sich der Trend zu mehr Tierwohl verfestigt. Das haben wir in vielen Debatten erlebt. Erfreulich ist, dass sich immer mehr Menschen für die Arbeit der Landwirtschaft interessieren und sich einbringen wollen. Mit dem staatlichen Tierwohl-Label machen wir das möglich und sorgen für Transparenz."

79 Prozent der Befragten befürworten ein staatliches Tierwohl-Label. Und sie wollen dafür auch bezahlen: 90 Prozent wären bereit, einen höheren Preis für Lebensmittel zu bezahlen, wenn die Tiere besser gehalten werden als es das geltende Recht vorschreibt. Allerdings: Verbraucherschützer von Foodwatch, Bioland und der Deutsche Tierschutzbund hatten 2017 gegen Schmidts Pläne für ein staatliches Tierwohl-Label protestiert. Lesen Sie hier, warum.

Den vollständigen Ernährungsreport stellt das BMEL hier zum Download bereit. Darin geht es unter anderem auch um Fragen wie: Was kommt  täglich auf  den Tisch? Wie orientieren sich die Käufer? Was erwarten die Deutschen von  
der Landwirtschaft?

Was der "Ernährungsreport 2017" ergab, erfahren Sie hier.

 

 

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