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EU-Parlament: Ziele gegen Lebensmittelverschwendung

18.05.2017

Das Europäische Parlament hat sich für eine finanzielle Förderung von Lebensmittelspenden ausgesprochen. Außerdem wollen sich die Abgeordneten für ein besseres Verständnis für die Haltbarkeit von Lebensmitteln einsetzen. Vorangegangen war ein Initiativbericht über die Verschwendung von Lebensmitteln.

„Darin fordern wir auch Steuerbefreiungen für Lebensmittelspenden. Das soll Supermärkte und Restaurants dazu animieren, ihre nicht verkäufliche Ware kostenlos abzugeben", äußerte sich Martin Häusling, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament. Zum Hintergrund sagte er: „Wenn jährlich geschätzte 88 Millionen Tonnen an Nahrungsmitteln im Wert von 143 Milliarden Euro im Abfall landen, ist das ein ökologisches, ökonomisches und auch menschliches Desaster.“

Das oberste Ziel müssen deshalb die Vermeidung und Verringerung von Lebensmittelabfällen sein. „So lange unsere Lebensmittel so billig sind, dass sie nicht wertgeschätzt werden können, so lange werden sie auch weiterhin im Übermaß weggeworfen“, so Häusling.

Um dem entgegen zu wirken sei eine Veränderung in der Nahrungsmittelkette von Landwirt zum Verbraucher notwendig. Der Einzelhandel müsse laut Häusling stärker in die Pflicht genommen werden. Etwa mit Hinweisen darauf, dass Lebensmittel in der Regel auch nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch genießbar sind. „Es muss ein Bewusstseinswandel im Umgang mit Nahrungsmitteln stattfinden, was wir auch in unserem Bericht fordern“, betonte Häusling. Sensible und aufgeklärte Verbraucher seien der Schlüssel zur Problemlösung.

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