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EU: Öko-Produkte kaum mit Pestiziden belastet

19.04.2017

In der EU weisen Bio-Lebensmittel deutlich weniger Pestizidrückstände auf als herkömmliche Erzeugnisse. Das geht aus einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) für das Jahr 2015 hervor. Danach wurden in etwa 47 Prozent der konventionellen Nahrungsmittelproben aus der EU, Norwegen und Island Pestizide gefunden. Bei Bio-Produkten waren es nur 14 Prozent.

Die Dosen waren laut einem Bericht der taz minimal. Nur 0,7 Prozent der Bioproben und 2,9 Prozent der konventionellen lagen über dem gesetzlich erlaubten Höchstwert. Insgesamt wurden etwa 85.000 Produkte untersucht, davon 5.300 Bioprodukte. Nur 3 Prozent der Bioproben enthielten mehr als ein Pestizid, erklärte die Efsa der taz auf Nachfrage. Dieser Anteil sei weiter unter dem Durchschnitt für alle Lebensmittel, der bei 28 Prozent lag.

Besonders groß ist der Unterschied zwischen Bio und Konventionell bei Früchten und Nüssen: In 14 Prozent der Öko- und 67 Prozent der konventionellen Proben wurden Pestizide festgestellt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz hatte Anfang April entsprechende Zahlen für Deutschland veröffentlicht. Während hierzulande 65 Prozent der Bio-Produkte frei von Pestiziden sind, beträgt die Rate bei konventionellen Produkten nur knapp 37 Prozent.

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