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aid: abgewickelt und verbürokratisiert

18.03.2017

Der aid infodienst war bisher Deutschlands führender Informationsanbieter rund um Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung. Doch das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat dem politisch unabhängigen und gemeinnützigen Verein die finanzielle Unterstützung entzogen und damit erreicht, dass der Verein aufgelöst und der bis dahin selbständig arbeitende Verlag samt Redaktion in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) integriert wurde.

Das Gesamtbudget des aid von knapp 7 Millionen Euro wurde zu einem großen Teil über das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Bundeshaushalt finanziert, 1,5 Millionen Euro kamen durch den Verkauf der Medien hinzu. Das Alleinstellungsmerkmal des aid war es, dass seine Broschüren und Onlineangebote wie was-wir-essen.de die gesamte Wertschöpfungskette abbildeten und dem Verbraucher erklärten. Das war möglich, weil die Redaktion den gesamten Bereich fachlich abdeckte. Durch die Eingliederung in die Behörde wurde diese Einheit zerschlagen und „in zwei eigenständigen, miteinander vernetzten Kompetenzeinheiten fortgeführt“, wie es auf der aid-Webseite heißt.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) soll sich ausschließlich diesem Thema widmen. Wie das Essen auf den Tisch kommt soll dagegen das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) als „Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Themen Land- und Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau sowie Fischerei“ den Menschen vermitteln. Beide Abteilungen haben zum 1. Februar 2017 ihre Arbeit aufgenommen. Aus dem aid-Shop wurde der BLE Medienservice, in dem es das gesammelte Wissen des Infodienstes zu kaufen oder downloaden gab. Die offizielle Begründung für diese Umorganisation: „Die Kompetenzen in Sachen Ernährungs- und Agrarkommunikation sollen gebündelt werden.“

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