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Editorial 01|03

Bleibt der Boom ungebrochen?

Wenn das keine gute Nachricht ist: Rund ein Viertel der Deutschen will in den nächsten zwölf Monaten mehr Bio-Lebensmittel kaufen als heute. Das hat eine Emnid-Umfrage ergeben. In fernerer Zukunft sind noch deutlich mehr dazu bereit. Auch um Neukunden muss sich die Branche offenbar keine Sorgen machen: 26 Prozent der 14- bis 29-Jährigen unter den bisherigen Nicht-Bio-Kunden haben Interesse an Bio-Produkten. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Kunden diesmal ihr „Wollen“ stärker in „Handeln“ umsetzen.

Ein weniger erfreuliches Ergebnis hat eine BioHandel-Umfrage bei den Markenartikel-Herstellern zutage gefördert. Deren Einschätzung ist, dass (Groß)Handelsmarken bei weiter steigender Zahl (und fortschreitender Verdrängung der Herstellermarken) geeignet sind, der Branche insgesamt zu schaden. Denn durch die geringeren Margen, die bei den Produkten der Großhändler angesetzt werden, hätten es alle Glieder der Wertschöpfungskette schwerer. Vor dem Hintergrund wachsender Qualitätsanforderungen sei dies eine fatale Entwicklung.

Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf dem Einzelhandel. Nimmt er unvermindert Handelsmarken in sein Sortiment auf, müssten Hersteller, deren Produkte in den Regalen liegen bleiben, zwangsläufig die Fachhandelstreue aufkündigen. Dann liefe der Handel Gefahr, sein Profil zu verlieren und würde es noch schwerer haben, gegen die unliebsame Konkurrenz des LEH anzukämpfen.

Ein gar unerfreuliches Thema ist die Informationspolitik vieler Hersteller zum Thema Acrylamid. Obwohl nahe liegt, dass gerade die kritischen Naturkostkunden wissen wollen, wie hoch die Werte dieses Stoffes in Bio-Produkten sind, herrscht fast überall Schweigen im Walde. Die Information wird einmal mehr Außenstehenden überlassen. Und so veröffentlichte Foodwatch kurz nach Redaktionsschluss eine Untersuchung, wonach bei Spekulatius ein Bio-Produkt den höchsten Acrylamidwert aufweist. Solche Meldungen und Hinweise zur Einordnung der Messwerte erwartet die Branche direkt von den Herstellern.

Horst Fiedler

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Editorial: Bleibt der Boom ungebrochen? (BioHandel, 1/2003)

BioHandel, 01/2003, Markt und Branche
Branche Editorial Bleibt der Boom ungebrochen? Wenn das keine gute Nachricht ist: Rund ein Viertel der Deutschen will in den nächsten zwölf Monaten mehr Bio-Lebensmittel kaufen als heute. Das hat eine Emnid-Umfrage ergeben. In fernerer Zukunft sind noch deutlich mehr dazu bereit. Auch um Neukunden muss sich die Branche offenbar keine Sorgen machen: 26 Prozent der 14- bis 29-Jährigen unter den bisherigen

Ruiniert sich die Branche mit Handelsmarken?

BioHandel, 01/2003, Markt und Branche
Branche Ruiniert sich die Branche mit Handelsmarken? Hersteller warnen vor sinkenden Margen und Qualitätsverlust Großhändler bieten in immer breiteren Teilen des Sortiments eigene Produkte unter ihren Handelsmarken Denree, Green oder Bioladen an. Vielgehörte Begründung: Preisgünstige Einsteigerprodukte können zusätzliche Umsätze durch Neukunden bringen. Doch diese Ansicht wird längst nicht von allen geteilt. Manche Hersteller sehen eher den Austausch von Produkten als einen zusätzlichen Absatz. Die meisten

Neue Läden

BioHandel, 01/2003, Markt und Branche
Branche Neue Läden Runderneuert > Biberach/ Eine komplett neue Einrichtung sowie moderne Licht- und Kühltechnik machen den Biomarkt Quo Vadis (100 qm Verkaufsfläche) zu einem neuen Geschäft in Biberach, obwohl er bereits seit drei Jahren existiert. Steffen Brock hat die Räumlichkeiten in Randlage der Fußgängerzone von den Schwiegereltern übernommen, die aus Gesundheits- und Altersgründen Demeter-Hof und Laden aufgeben mussten. Mit Brot, Obst und Gemüse, Fleisch

Ketten im Kommen

BioHandel, 01/2003, Markt und Branche
Branche Fünf Menschen - fünf Konzepte Ketten im Kommen - Teil II Während klassische Ladengründungen sich meist auf einen Ort beschränken, erschließen Filialisierungskonzepte systematisch verschiedene Standorte. Im zweiten Teil stellen wir die Konzepte von Herrmannsdorfer, 1000-Körner, Bio Company, Füllhorn und eo vor. /Text: Karin Heinze Die Vielfalt persönlich geprägter Geschäfte gehört im LEH der Vergangenheit an. Ketten bestimmen das Marktgeschehen. Dagegen überwiegen im Naturkosteinzelhandel noch die

Dialog bei Dennree

BioHandel, 01/2003, Markt und Branche
Branche Dialog bei Dennree Großhändler macht Werbekonzept kundenfreundlicher Kleine Läden hatten es bislang schwer, an den Dennree-Biomarkt-Aktionen teilzunehmen. Zu viele Produkte wurden beworben und mussten deshalb auch vorgehalten werden. Das ändert sich jetzt: Statt 55 werden nur noch 25 Artikel in die 14-täglichen Kampagnen genommen. Weitere Einzelheiten diskutierten Dennree-Geschäftsführer Thomas Greim und Thomas Herrmann (Koordination Biomarkt) mit rund 120 Ladnerinnen und

Meldungen: Alnatura BioShop bei Budnikowsky

BioHandel, 01/2003, Aktuelles
Meldungen Januar 2003 Alnatura BioShop bei Budnikowsky Testphase für ein neues Vermarktungskonzept 'Alnatura möchte ein neues Modell des Naturkostfachhandels erproben und damit neue Zielgruppen für Naturkost erschließen', heißt es in der Pressemitteilung. Kunden, auch solche, die bisher keine Naturkostkäufer waren, können aus einem Kernsortiment von 800 bis 1.000 Produkten aus dem Trockenbereich wählen. Der erste Alnatura BioShop wird seit Oktober als Shop-in-Shop-Lösung

Meldungen: Internationales

BioHandel, 01/2003, Aktuelles
Meldungen Januar 2003 Internationales Schweiz: Internationale Forschung Im Frühjahr 2003 soll eine internationale Vereinigung für die Forschung im Öko-Landbau gegründet werden. Mit der Organisation und den Vorbereitungen für die Gründung der International Society of Organic Research (ISOFAR) ist das Forschungsinstitut für ökologischen Landbau (FiBL) in Frick beschäftigt. Ziel von ISOFAR soll die Förderung der Forschung und der Zusammenarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen sein. Eine internationale Wissenschaftskonferenz

Meldungen: Emnid: Bio-Lebensmittel haben Zukunft

BioHandel, 01/2003, Aktuelles
Meldungen Januar 2003 Emnid: Bio-Lebensmittel haben Zukunft Jeder vierte Deutsche will Konsum erhöhen Genau 26 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sie in den nächsten zwölf Monaten mehr Bio-Lebensmittel als heute kaufen werden. Das ergab eine deutschlandweite repräsentative Befragung von 1.000 Verbrauchern, die das Meinunsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums durchgeführt hat. In fernerer Zukunft sind mit 43 Prozent noch mal deutlich

Meldungen: LEH macht Bio groß

BioHandel, 01/2003, Aktuelles
Meldungen Januar 2003 LEH macht Bio groß Dänemark, Österreich und Schweiz mit höchstem Anteil Der Marktanteil von Bio-Lebensmitteln ist in den EU-Ländern am höchsten, in denen mehr als 70 Prozent des Bio-Umsatzes im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gemacht werden. Dies ist eines der Ergebnisse einer europaweiten Studie der Fachhochschule Neubrandenburg im Rahmen des EU-Projektes OMIaRD. Professor Ulrich Hamm und sein Team sammelten

Meldungen: Kurz&Bündig

BioHandel, 01/2003, Aktuelles
Meldungen Januar 2003 Kurz&Bündig Spendenaktion erbrachte über 150.000 Euro Der Spendenaufruf zur Unterstützung hochwassergeschädigter Bio-Betriebe erbrachte über 150.000 Euro. Je nach Einzelfall erhalten 21 Bio-Betriebe zwischen 1.000 und 8.000 Euro, einige werden auch mit höheren Beträgen unterstützt. Initiiert von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (zs-l), der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) sowie dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und dank weiterer Partner konnte dieser Spendenfond

Aflatoxine: Gefahr in Nüssen, Feigen und Pistazien

BioHandel, 01/2003, Verkauf und Praxis
Praxis Januar 2003 Aflatoxine: Gefahr in Nüssen, Feigen und Pistazien Bio-Importeure setzen auf eigene Sicherungssysteme Wenn sich die Belastung der Bevölkerung durch Schadstoffe als besorgniserregend darstellt, werden zunächst Grenzwerte für die Lebensmittel erlassen, die am häufigsten verzehrt werden. Bei Mykotoxinen sind das die Getreideprodukte. Als nächstes werden die Grenzen geschlossen. Wegen hoher Aflatoxingehalte schottet sich die EU vor Waren türkischen Ursprungs ab. Toxine Teil

Wie Tiefkühlkost erfolgreich verkauft werden kann

BioHandel, 01/2003, Verkauf und Praxis
Praxis Januar 2003 Aus den Tiefen der Truhen Wie Tiefkühlkost erfolgreich verkauft werden kann Anfangs waren Händler und Kunden skeptisch, mittlerweile erreichen manche Bio-Supermärkte schon acht bis zehn laufende Meter Tiefkühlschränke. Die große Auswahl lockt Verbraucher an die Truhen. /Warenkunde Tiefkühlkost, II. Teil, Karin Heinze Pommes frites sind jede Woche in vielen Einkaufswagen', sagt Rainer Wientzek, Sprecher des Berliner Naturtiefkühlkost-Großhandels Ökofrost. Die Tendenz

Kurzmeldungen

BioHandel, 01/2003, Verkauf und Praxis
Praxis Januar 200 Kurzmeldungen Veranstaltungen/Termine Internationale Grüne Woche in Berlin vom 17. bis 26. Januar Bio Markt soll Bild der Branche zeichnen Politprominenz und Medien sollten auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) nicht am Thema Bio vorbeikommen. Vergangenes Jahr gelang das mit tatkräftiger Unterstützung des Verbraucherschutzministeriums: das Thema Bio war in aller Munde. Dieses Mal wird die Ministeriumshalle unter einem anderen Motto stehen. Der

BioHandel, 1/2003

BioHandel, 01/2003, Aktuelles
Januar 2003 Editorial Meldungen In der Testphase Alnatura-Bio-Shop bei Budnikowsky Spitzenreiter Bio-Säfte Deutschland belegt 1.Platz Fortbildung auf der BioFach Praxistage mit attraktivem Programm Emnid-Umfrage Chancen für Bio LEH: der Vermarktungsweg? Neue Hamm-Studie Internationales Kurz und bündig NEU! Steuer-Tipp Branche Gefahr für die Marge? Handelsmarken in der Kritik Ketten im Kommen II 14 Lokale und bundesweite Konzepte Neue Läden

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BioHandel, 01/2003, Sonstige Rubriken

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