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Editorial 05|02

Max ist da!

Mit Max ist nicht die neue Zeitschrift gemeint, sondern mein wenige Wochen alter Sprössling. Den potenziellen Naturkost-Konsumenten melde ich schon mal bei der Branche an, damit genügend Babykost produziert wird. Noch genießt er ausschließlich Muttermilch, aber bald ist die Zeit für Brei aus kontrolliert biologischem Anbau gekommen. Gute Umsätze macht einstweilen Moltex – durch seinen hohen Öko-Windel-Verbrauch.

Familien mit kleinen Kindern gehören bekanntlich zu den häufigsten Bioladen-Kunden. Ihre Zahl könnte vielleicht noch vergrößert werden, wenn das Marketing bereits in den Entbindungsstationen ansetzte. Konkurrenten wie Nestle, Milupa, Procter & Gamble und Hartmann nutzen diese Chance bereits.

Zwei Tragetaschen voll Produktproben und Präsente für Neugeborene und Eltern habe ich von der Klinik nach Hause geschleppt. Nestlé überrascht mit einer Entspannungs-CD für gestresste Mütter, legt Kostproben seines Still-Tees und Nahrungsergänzungsmittels für Stillende bei und wirbt für weitere Produkte wie Beba-Milchnahrung und Alete.

Wer dann noch per Postkarte seine Adresse mit Geburtsdatum des Babys angibt, erhält frei Haus eine CD mit Anleitung zur Rückbildungsgymnastik – und über Jahre hinweg Werbematerial. Procter & Gamble bietet ein Pampers-T-Shirt mit individuellem Aufdruck für das Baby an und kommt so an die Daten. Natürlich liegt eine Probe-Windel bei (die Firma Hartmann spendiert gleich fünf Fixies), und Sensitive-Tücher mit Aloe für Babys Popo gibt’s gleich dazu.

Kurzum: Konventionelle Hersteller nutzen die Zeit, die Gebärende in der Klinik verbringen, für intensive Produktinformation. Die Naturkost-Branche tut dies offenbar noch nicht, oder zumindest nicht überall. Der Baby-Club mit Firmen wie Holle, Beutelsbacher und Weleda (www.babyclub.de) ist zwar eine lobenswerte Einrichtung, setzt aber das Surfen im Internet voraus. Auch bei anderen Produkten fällt es Herstellern und Händlern scheinbar noch schwer, offensiv werbend auf die Verbraucher zuzugehen, wie Volker Krause feststellt.

Mir graut derweil vor Max’ erster Einladung zum Kindergeburtstag bei McDonald’s. Aber vielleicht gibt’s bis dahin schon Adäquates im Naturkostbereich? Ihn ohne Weißmehlbrötchen und Cola durch die Pubertät zu bringen, scheint jedenfalls nicht mehr aussichtslos zu sein. Bio statt Burger ist inzwischen auch für die Jugend eine Alternative.

Nicht nur der Nachwuchs sorgt für Spannung, sondern auch der Discounter Plus, der mit einer Bio-Eigenmarke wie ein Tiger gestartet ist. Ob er als Bettvorleger landet (wie einst der Mutterkonzern Tengelmann mit der Marke Naturkind) oder erhebliche Marktanteile gewinnt, wird sich zeigen.

Horst Fiedler

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Editorial: Max ist da! (BioHandel, 5/2002)

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 Editorial Max ist da! Mit Max ist nicht die neue Zeitschrift gemeint, sondern mein wenige Wochen alter Sprössling. Den potenziellen Naturkost-Konsumenten melde ich schon mal bei der Branche an, damit genügend Babykost produziert wird. Noch genießt er ausschließlich Muttermilch, aber bald ist die Zeit für Brei aus kontrolliert biologischem Anbau gekommen. Gute Umsätze macht einstweilen Moltex - durch seinen hohen Öko-Windel

Platz für zwei?

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 Platz für zwei? Konkurrenz um die Ecke sorgt für Unmut Dass alteingesessene Naturkostläden plötzlich Konkurrenz durch neue Bio-Märkte bekommen, ist keine Seltenheit mehr. Im Münchner Vorort Gräfelfing werben seit kurzem zwei Fachgeschäfte, die nur 100 Meter auseinander liegen, um die Gunst der Bio-Kunden. Dabei ist die räumliche Nähe nicht die einzige Besonderheit. /Leo Frühschütz Der Prosecco steht bereit, auf den

Jugend als neue Zielgruppe für Naturkostläden

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 Bio statt Burger Jugend als neue Zielgruppe für Naturkostläden Jugendliche lehnen oft das ganze Vollkornzeug ab. Für sie ist Naturkost nicht angesagt und uncool. Bemühungen ihrer Eltern, sie für gesundes Essen zu begeistern, honorieren sie sogar mit Trotz: Jetzt erst recht einen ungesunden Burger und eine Cola. Diese Reaktion fordert nicht nur Eltern und Erzieher heraus, subtiler vorzugehen. Auch Hersteller und Vertreiber

Aufwärtstrend beim Bio-Wein

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 Mehr Masse, mehr Klasse, mehr Kunden Aufwärtstrend beim Bio-Wein Der Bio-Anteil im Weinbau lag bisher immer deutlich unter dem der Gesamt-Landwirtschaft. Jetzt aber holt der Bio-Wein auf, auch qualitativ. Damit entstehen neue Herausforderungen für den Handel. Wachsender Konkurrenz durch den LEH müssen Naturkostfachgeschäfte mit einem attraktiven Sortiment und Beratungsangeboten begegnen. /Wolfram Römmel Auf den Messen BioFach und Millésime

Erfahrungen mit Mitgliederläden in Berlin und Heidelberg

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 Auslaufmodell oder Alternative? Erfahrungen mit Mitgliederläden in Berlin und Heidelberg Als professionalisierte Form der Food-Coops bieten Mitgliederläden Naturkost zum Billigtarif gegen Vorauszahlung fester Beiträge. Das Vertriebskonzept schafft die Möglichkeit, ein breites Publikum zu erreichen und viel Ware in kurzer Zeit umzuschlagen. Die Mitglieder kommen zwar wegen der niedrigen Preise, wollen aber nicht billig abgespeist werden. Deshalb müssen auch Inhaber von Mitgliederläden

GfK-Marktreport: Frische gefragt

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 GfK-Marktreport: Frische gefragt Fast jeder zweite Verbraucher wünscht mehr Bio-Produkte Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat eine Reihe von Marktuntersuchungen über Bio-Lebensmittel in einem Marktreport Bio 2002 zusammengefasst. Eingeflossen sind neben einzelnen Befragungen zur Einstellung der Verbraucher gegenüber Bio-Produkten vor allem Ergebnisse aus dem so genannten GfK-Frischepanel. In dieser Untersuchung wird regelmäßig das Einkaufsverhalten von 5.000 repräsentativen

Durchblick: Gesichtsverlust für Branche

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 Durchblick Müssen uns zeigen, so lange wir uns noch sehen lassen können Durchblick In dieser Rubrik haben Persönlichkeiten aus der Bio-Branche das Wort, die sich kritisch mit der Szene auseinander setzen. Die hier geäußerte Meinung wird nicht unbedingt von der Redaktion geteilt. Diesmal hat Volker Krause das Wort Ich habe den Eindruck, dass die Akteure der Naturkost-Branche mit dem Begriff

Neue Läden

BioHandel, 05/2002, Markt und Branche
BioHandel, Mai 2002 Neue Läden Zweite Alnatura-Filiale in Reichweite der ersten  Darmstadt Mit 540 Quadratmetern doppelt so groß wie das 1996 eröffnete erste Geschäft ist die neue Alnatura-Filiale - insgesamt die zwölfte - in Darmstadt. Von der Fußgängerzone rund 800 Meter und vom alten Alnatura-Markt etwa sechs Gehminuten entfernt, bietet das Ende März eröffnete Geschäft 6.500 Artikel. In den ehemaligen Räumlichkeiten von Aldi

Meldungen: Bio bei Plus

BioHandel, 05/2002, Aktuelles
Meldungen Mai 2002 Bio bei Plus Discounter bietet Naturkost unter Eigenmarke an Als erster Discounter hat die Tengelmann-Tochter Plus eine Bio-Eigenmarke vorgestellt, die in allen 2700 Filialen angeboten werden soll. Die derzeit 23 Produkte mit dem Logo BioBio tragen das staatliche Bio-Siegel. In den nächsten Monaten soll die Artikelzahl kontinuierlich erweitert werden. Beim offiziellen Start mit Verbraucherministerin Künast sagte Plus-Chef Michael

Meldungen: Spinnrad ist pleite

BioHandel, 05/2002, Aktuelles
Meldungen Mai 2002 Spinnrad ist pleite Geschäftsführer traf Fehlentscheidungen und verzettelte sich Der alternative Drogeriemarkt-Betreiber Spinnrad-GmbH hat Anfang März Insolvenz angemeldet. Der Betrieb mit rund 220 Läden wird vorerst von einem Insolvenzverwalter weitergeführt, der nach einem neuen Investor sucht. Auslöser der Pleite waren nach Aussagen von Geschäftsführer Peter Krämer ein falsches Sortiment mit zu vielen Trend- und Geschenksartikeln, zu schnelles Wachstum sowie eine

Meldungen: Internationales

BioHandel, 05/2002, Aktuelles
Meldungen Mai 2002 Internationales Niederlande: Zertifizierer Skal wird geteilt Wie The Organic Standard meldet, teilt sich die halbstaatliche Zertifizierungsstelle Skal in zwei Unternehmen auf. Seit Januar hat die Stichting Skal die Zertifizierung der holländischen Öko-Produkte übernommen. Die neu gegründete Skal International BV ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Stichting Skal und Control Union. Sie wird ausländische Projekte zertifizieren sowie Produkte, die nicht unter die EU-Verordnung

Meldungen: Kurz&Bündig

BioHandel, 05/2002, Aktuelles
Meldungen Mai 2002 Kurz&Bündig Tegut: Online-Shop geschlossen Die Fuldaer Handelskette Tegut hat ihren im November 2000 eröffneten Online-Bio-Shop wieder geschlossen. Wir haben es nicht geschafft, genügend Kunden für diese Art des Einkaufens zu begeistern, steht auf der Website www.tegut-bioshop.com. Tatsächlich haben laut Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet pro Monat weniger als 1.000 Kunden über das Internet Bio-Lebensmittel bestellt. Dabei war

Verkostungen als Verkaufsförderung optimal einsetzen

BioHandel, 05/2002, Verkauf und Praxis
Praxis Mai 2002 Verkostungen als Verkaufsförderung optimal einsetzen Tipps zum besseren Gelingen von praktischer Produktwerbung Von Gastpersonal durchgeführte Verkostungen sind teuer. Sie können aber effektiv und für die Läden langfristig erfolgreich sein, wenn alle Voraussetzungen stimmen und der Rat von Fachleuten beherzigt wird. In den BioHandel-Ausgaben 12/01 und 2/02 wurden dazu bereits erste Tipps gegeben. Was Ladner, Hersteller und Verkostungspersonal noch beachten

Warenkunde Fertigsuppen Teil II einsetzen

BioHandel, 05/2002, Verkauf und Praxis
Praxis Mai 2002 Trendige Tütensuppe Ein Produkt, das sich von selbst verkauft Convenience-Produkte liegen im Trend - auch im Bio-Laden. Noch sind Fertigsuppen ein Randsortiment, doch wächst der Absatz nach Herstellerangaben schneller als der Durchschnitt des Trockensortiments. Und alle Mitbewerber sind sich einig: Konkurrenz belebt das Geschäft. /Warenkunde Fertigsuppen Teil II, Leo Frühschütz Über 100 Teller Suppe verzehrt der Durchschnittsdeutsche pro Jahr. Mehr als

Warenkunde Fertigsuppen Teil II einsetzen

BioHandel, 05/2002, Verkauf und Praxis
Praxis Mai 2002 Termine, Jobbörse, Hygienetipp, Vorschau Jobbörse Suche: Umweltwissenschaftler mit Berufserfahrungen in PR-Agentur und Naturkostmarkt sowie fundierten Kenntnissen in Betriebswirtschaftslehre und Medien/Öffentlichkeitsarbeit sucht Stelle als Trainee im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in der Naturkostbranche. Zuschriften bitte per E-Mail an: schulz.kh@web.de Suchen für Naturkostfachgeschäft in Frankfurt engagierte, motivierte Vollzeit-Fachkraft. Freundliches, kundenorientiertes Handeln setzen wir voraus. Distel Naturkost GmbH, Tel 069-777823

BioHandel, 5/2002

BioHandel, 05/2002, Aktuelles
Mai 2002 Editorial Meldungen Bio bei Plus Discounter mit Eigenmarke Plant Dennree Filialnetz? Ein Brief sorgt für Aufregung Aus für Spinnrad Drogeriekette ist pleite Internationales Kurz und bündig Branche Platz für zwei? Ungeliebte Konkurrenz um die Ecke Naturkost für die Jugend Erfahrungen sammeln, Image entwickeln Mehr Masse, mehr Klasse Markt für Bio-Wein wächst Auslaufmodell oder Alternative? Erfahrungen mit Mitgliederläden Gesichtsverlust für Branche Volker Krause

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