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Editorial 12|01

Liebe Leserin, lieber Leser

endlich realistischere Zahlen: Der Anteil von Bio-Lebensmitteln am Lebensmittelmarkt in Deutschland betrug entgegen früherer Schätzungen im Jahre 2000 nur 1,6 Prozent (Seite 14). Und zum ersten Mal liegen auch Zahlen zu „Bio im LEH” vor. Danach lag der LEH knapp vor dem Naturkosthandel. Die Umsatzdifferenz wird sich in Zukunft weiter vergrößern, denn erste Versuche mit Bio-Siegel-Frischwaren bei Aldi, eine Bio-Linie beim Gemüse-Marktführer Bonduelle und 700 Bio-Anbieter auf der Anuga (Seite 9) sind Anzeichen für eine stärkere Marktöffnung.

Marktanteils-Erster zu sein ist aber keine Voraussetzung für einen florierenden Naturkosthandel. Dass der Bio-Markt wächst, ist gut. Und in dem wachsenden Markt sind die Messlatten nicht Marktanteile, sondern vernünftige Umsätze und befriedigende Betriebsgewinne, zufriedene Kunden und ein dem wachsenden Kundenpotenzial entsprechender Laden-Auftritt. Dies ständig zu verbessern ist die beste Grundlage für kurz- und langfristigen Erfolg.

"Wer beispielsweise wegen zu hoher Preise in der Kritik seiner Kunden steht muss ausloten, wo noch Kosten zu sparen sind. Eine Möglichkeit, Bezugskosten zu sparen, ist der Warenbezug von nur einem Großhändler (Seite 17). Ladner Werner Hoffmann aus Hannover hält zumindest ein einheitliches Warenwirtschaftssystem für erforderlich, damit unnötige Büroarbeit entfallen kann.(Seite 21, Internet-Forum).

Wer zu wenig Umsatz macht, kann bei der Verkaufsförderung ansetzen. Auch hier liegt offenbar noch vieles im Argen (Seite 32). Und wer ideologische Schranken abbaut und Nahrungsergänzungsmittel anbietet, hat ebenfalls eine Möglichkeit, Kunden zu binden und seinen Umsatz zu steigern (Seite 10).

Ein weiteres „Bordmittel“, das die Markt-Chancen verbessern kann, ist das just gegründete PresseForum BioBranche (Seite 18), denn die Darstellung nach außen ist in einer Mediengesellschaft unerlässlich. Ob PR-Arbeit tatsächlich zu Umsatzsteigerungen bei Bio-Produkten führt, wird die aufwendige Aufklärungskampagne von Ministerin Künast zeigen (Seite 23). Spannende Frage ist auch, inwieweit der Naturkosthandel es schafft, davon zu profitieren.

Frohe Festtage

Horst Fiedler

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BioHandel, 12/2001

BioHandel, 12/2001, Aktuelles
Dezember 2001 Editorial Meldungen 35 Mio.Euro für Aktionsprogramm Ökolandbau kurz & bündig Lebensbaum bezieht Neubau Internationales Branche Euro-Umstellung Wechselstube Biolanden - eine Nervenpobe? Bio auf der Anuga Fast 700 Anbieter von Öko-Produkten Nahrungsergänzung Überflüssig oder ausbaufähiger Bestandteil des Sortiments? Bio im LEH Marktanteil laut Uli Hamm jetzt bei 33 Prozent - mehr als der Naturkosthandel Öffentlichkeitsarbeit PresseForum BioBranche stellt sich vor Internet-Forum Einklicken und einmischen

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