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Alle Artikel des aktuellen Heftes

Editorial 12|13

Susanne GschwindHandcreme in der SB-Fleisch-Truhe, Körperlotion zwischen Joghurt und Milch. Was wie ein Versehen aussieht, ist in der Paderborner Kornblume Programm. Für eine Aktion mit seinem Großhändler Weiling verteilte Claus Wedde Naturkosmetik an den unterschiedlichsten Orten im Laden. Das Ziel der „Guerilla-Marketing“-Aktion: Die Kunden bewusst irritieren und so auf das Naturkosmetik-Sortiment aufmerksam machen (hier).

Auch sonst verfolgt der Paderborner Ladner eigene Wege. Anstatt wie vielerorts üblich am Personal zu sparen, „leistet“ sich Wedde für sein 760 Quadratmeter großes Geschäft insgesamt 62 Mitarbeiter. Beratung, Bedienung und Service werden in der Kornblume groß geschrieben. Das Konzept scheint aufzugehen. In den vergangenen Monaten stieg der Umsatz im zweistelligen Bereich. Damit spiegelt die Kornblume einen Trend: Wie unser Umsatzbarometer zeigt, legten die Läden ab einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern Größe im 3. Quartal am meisten zu.

Weit weniger erfreulich ist das Thema unserer Titelgeschichte. Sie geht der Frage nach, ob die in der Bio-Putenmast eingesetzten Hybriden überhaupt öko-kompatibel sind. Denn zwar haben Bioputen zum Beispiel deutlich mehr Platz und Auslauf als ihre konventionellen Artgenossen. Doch die besseren Haltungsbedingungen bedeuten nicht, dass die Tiere auch gesünder sind. Anfällig macht sie in erster Linie die (vorgeschriebene) Ernährung. Ohne Antibiotikabehandlungen geht es in der Regel nicht. „Wir benötigen eine Putenrasse, die zu unserem Hof passt, die wir mit unserem Futter versorgen können, die grundsätzlich keine Medikamente benötigt“, sagt deshalb Carsten Bauck, der aus der Putenmast ausgestiegen ist. Bis diese Rasse gefunden ist, stellt sich auch für den Handel die Frage, wie er mit dem Problem umgeht: Weiter wie bisher? Putenfleisch auslisten? Oder nur noch mit kleinen, regionalen Erzeugern zusammenarbeiten, mit der Konsequenz, dass das Fleisch teurer und nicht immer verfügbar ist? Die Entscheidung muss jeder Händler selbst treffen. Unser Beitrag soll Anregungen und Informationen liefern und zur Diskussion anregen – zum Beispiel auf www.biohandel-online.de/puten.

Viel Spaß beim Lesen!

Susanne Gschwind, verantwortliche Redakteurin

Alle Artikel des aktuellen Heftes

Gelassen verkaufen: Raus aus der Opferhaltung! (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Verkauf und Praxis
Naturkostverkäufer haben jeden Tag mit einer Vielzahl Menschen Kontakt. Dabei kommt es unweigerlich zu Situationen, die unangenehm oder belastend sind. Wie geht man in einer guten Weise damit um? Drei Übungen helfen, sich unabhängig zu machen.

Basiswissen: Kaffee: Genuss mit dem besonderen Kick (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Verkauf und Praxis
Basiswissen: Kaffee Genuss mit dem besonderen Kick Vorbei sind die Zeiten, in denen fairer Bio-Kaffee den Magen strapazierte. Bio-Hersteller bieten heute hochwertige, gut verträgliche und sehr aromatische Produkte an. So kann der Handel aus einer Vielzahl an Espressi, Kaffees, Instant- und Ersatzkaffees schöpfen.

Hygiene-Tipp: Wie viel HACCP ist nötig? (Teil 2) (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Verkauf und Praxis
Um besonders kleinere und mittlere Betriebe bei der Einhaltung des HACCP-Systems nicht zu überfordern, ermöglichen die Rechtsvorschriften eine gewisse Flexibilität bei der Umsetzung des betrieblichen Eigenkontrollsystems.

Lupinen: Sojabohne des Nordens(Teil 2) (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Verkauf und Praxis
Sie sind zwar nicht so bekannt wie andere Hülsenfrüchte. Dennoch haben auch Lupinen ernährungsphysiologisch einiges zu bieten. Vor allem für Menschen mit Zöliakie sind sie ein wahrer Segen. Kunden mit Erdnussallergie sollten dagegen vorsichtig sein. Hier lesen Sie, was in der 'Wolfsbohne' steckt.

Besser anbieten: Kaffee (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Verkauf und Praxis
Kaffee ist ein Alltagsprodukt, das rund ums Jahr gekauft wird. Um den Umsatz anzukurbeln, kann sich der Handel mit Spezialitäten, Verbandsware und Fairtrade profilieren. Welche Produkte wie viel Platz im Regal einnehmen, hängt stark von der Kundschaft des einzelnen Bioladens ab.

Steckbrief: Kohl (BioHandel 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Verkauf und Praxis

Kohl aus ökologischem Anbau wächst langsamer. Das macht ihn aromatischer. Er kommt ohne mineralischen Stickstoffdünger aus und lagert daher deutlich weniger Nitrat ein als konventionell angebautes Kraut.


Umsatzbarometer: 6,3 % Umsatzplus im 3. Quartal (BioHandel 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Entwicklung und Strategie

Vier von fünf Bio-Einzelhandelsbetrieben erzielen von Juli bis September 2013 ein positives Tagesumsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei hat jeder zweite Betrieb zweistellige Umsatzzuwächse.


Meldung: Fischer und Evers verschwinden (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Aktuelles
Werden ab 2014 zur Marke Eden: Bruno Fischer und Evers Naturkost. Die beiden Biofachhandels-Marken Bruno Fischer und Evers Naturkost laufen aus. Die Sortimente werden ab Ende 2013 schrittweise auf die bisherige Reformhausmarke Eden umgeflaggt. Deren Design wird parallel aufgefrischt.

Meldung: Bio-Brotboxen an Erstklässler verteilt (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Aktuelles
Zum neuen Schuljahr erhielten bundesweit 177.000 ABC-Schützen die gelbe Bio-Brotbox mit einem gesunden Frühstück. Damit erreichte die Aktion rund ein Viertel aller Erstklässler. 60 Bio-Brotbox-Gruppen organisierten vor Ort das Packen und Verteilen der Boxen. Zahlreiche Unternehmen aus der Naturkostbranche engagierten sich dabei.

Meldung: Bodan: Hausmesse mit Glückskartoffeln (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Aktuelles
Über 160 Aussteller und knapp 1.000 Besucher trafen sich zur Hausmesse des Großhändlers Bodan. Das Unternehmen stellte zahlreiche neue Lieferanten vor und präsentierte die Aktion 'Bodensee- Glückskartoffeln'.

Kurz notiert (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Aktuelles
Ecocert übernimmt IMO Der franz sische Zertifizierer Ecocert hat große Teile des Schweizer Mitbewerbers IMO übernommen, darunter auch dessen deutsche Niederlassung. IMO soll als eigenes Unternehmen erhalten bleiben. Radau wird Präsident Michael Radau, Vorstand der Superbiomarkt AG, ist zumPräsidenten des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen gewählt worden.

Editorial (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Markt und Branche
Handcreme in der SB-Fleisch-Truhe, Körperlotion zwischen Joghurt und Milch. Was wie ein Versehen aussieht, ist in der Paderborner Kornblume Programm. Für eine Aktion mit seinem Großhändler Weiling verteilte Claus Wedde Naturkosmetik an den unterschiedlichsten Orten im Laden.

Meldung: BNN: Der Kunde als Berater? (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Entwicklung und Strategie
Was ist ein Kundenbeirat und wie funktioniert er? Ist eine solche Institution für einen Naturkostladen sinnvoll? Wer kann davon profitieren und wie? Und welche Vorraussetzungen müssen erfüllt sein? Hier lesen Sie die Antworten.

Steuer & Recht: Mehr Dienstreisen absetzbar (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Entwicklung und Strategie
Mehr Dienstreisen absetzbar Sie haben mehrere Standorte und Filialen in Ihrem Unternehmen? Oder Ihre Mitarbeiter gehen häufig auf Fortbildungen? Dann sollten Sie das ab 1. Januar 2014 geltende Reisekostenrecht kennen.

LadenPortrait: Personal ist das Wichtigste (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Entwicklung und Strategie
Die Kornblume in Paderborn investiert dort, wo andere am liebsten sparen: beim Personal. Geschäftsführer Claus Wedde beschäftigt in seinem 760 Quadratmeter großen Bio-Supermarkt über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Puten: Können Puten Bio sein? (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Markt und Branche
Gruselige Bilder haben die Diskussion über die Bio-Putenhaltung wieder belebt. Dabei geht es nicht nur um Stallmanagement und Agrarstrukturen. Die entscheidende Frage lautet: Sind moderne Putenhybride überhaupt kotauglich?

Bio im Norden: Alles Bio im Norden? (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Markt und Branche
Niedersachsen gilt als Agrarland Nr. 1 in Deutschland. Beim Ökolandbau ist man dagegen bundesweites Schlusslicht. Der neue grüne Landwirtschaftsminister will den Bio-Anteil jetzt deutlich erh hen. Doch geht das überhaupt?

Standpunkt: CMS – kein Grund für Skandalstorys (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Markt und Branche
Es ist eine der ältesten PR-Weisheiten: Tue Gutes und rede darüber. Bei der Problematik des CMS-Saatgutes scheint dies derzeit aber nicht recht zu gelingen. Woran liegt das? Nur am Sensationsjournalismus? Oder auch an der Politik?

Anuga:Trendthema bewusster Konsum (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Markt und Branche
Anuga 2013: Auch wenn sich auf der Bio-Plattform nur vergleichsweise wenige Unternehmen präsentierten - insgesamt stellte dieses Jahr jeder dritte Aussteller zumindest zum Teil bio-zertifizierte Produkte vor. Nachhaltigkeit war Leitthema der Messe. // Gisela Burger Die über 120.000 Besucher der diesjährigen Anuga zeigten großes Interesse an hochwertigen Produkten.

Zu guter Letzt (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Sonstige Rubriken
Unser verliebter Lieferant Unser Biomarkt Vitalien im Herzen von Hamburg-Winterhude ist seit jeher nicht nur eine beliebte Einkaufs-, sondern auch eine besondere Begegnungsstätte. In unserem Geschäft ist der persönliche Kontakt nicht nur zwischen dem Team und den Kunden, sondern auch innerhalb der Kundschaft sehr wichtig.

Impressum (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Sonstige Rubriken
bio verlag gmbh, Magnolienweg 23, 63741 Aschaffenburg Redaktion: Susanne Gschwind (sug/verantwortl.), Natascha Becker (nab), Horst Fiedler (hf), Peter Gutting (pet) Ständige Mitarbeit: Leo Frühschütz (leo), Karin Heinze (kah) Autoren:Gudrun Ambros, Manfred Böhling, Klaus Braun, Gisela Burger, Rolf Goetz, Ernst Härter, Marion Ingenpa ü, Karin L sch, Annette Sabersky, Prisca Wende Layout: Klaus Böhmer Bildredaktion: Micky Wiesner

Puten: Können Puten Bio sein? (BioHandel, 12/2013)

BioHandel, 12/2013, Markt und Branche
Gruselige Bilder haben die Diskussion über die Bio-Putenhaltung wieder belebt. Dabei geht es nicht nur um Stallmanagement und Agrarstrukturen. Die entscheidende Frage lautet: Sind moderne Putenhybride überhaupt ökotauglich?

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