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Editorial 02 |17

Susanne Gschwind

Die Branche wächst. Auch wenn der Fachhandel seine Umsätze 2016 wesentlich geringer steigern konnten als in den Jahren zuvor, gab es im vergangenen Jahr deutlich mehr Läden, die neu öffneten als solche, die ihre Türen für immer schlossen. Wie unsere Ladenstatistik ab Seite acht zeigt, setzte sich allerdings ein Trend fort: Während vor allem kleine Bioläden schließen mussten, waren es auch 2016 in erster Linie Geschäfte über 400 Quadratmeter, die expandierten. Insgesamt entfielen im vergangenen Jahr fast zwei Drittel der Neueröffnungen auf Filialisten mit mehr als fünf Outlets.

Und ein weiterer Trend setzt sich fort: Für Kunden, die in Kleinstädten wohnen, wird es immer schwieriger, in einem Bioladen einzukaufen: Während in Kommunen unter 25.000 Einwohnern fast fünf Prozent der Läden zusperrten, öffneten lediglich 3,6 Prozent neu. Anders als in den Vorjahren fanden die meisten Neueröffnungen allerdings in Städten zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern und nicht in den Metropolen statt. Das mag daran liegen, dass der Markt in Städten wie München gesättigt ist, hängt aber sicherlich auch mit den Mieten zusammen. Bezahlbare Ladengeschäfte in Großstädten zu finden wird immer schwieriger. Und die Konkurrenz ist riesengroß. Um Standorte und Kunden konkurrieren nicht nur Vollsortimenter und Discounter, sondern auch die Drogeriemärkte – allesamt mit großem und wachsendem Bio-Sortiment. Allein Rossmann plant hierzulande im neuen Geschäftsjahr 110 neue Filialen.

Eine der Hauptherausforderungen für den Naturkost-Fachhandel wird es also sein, Kunden einen Anreiz dafür zu bieten, ihre Bio-Produkte nicht bei Aldi, Rewe, dm und Co mitzunehmen, sondern häufig weitere Wege und höhere Preise in Kauf zu nehmen, um im Bioladen einzukaufen. Dieser Mehraufwand muss sich für sie lohnen. Sei es, weil hier die Qualität unvergleichlich, die Auswahl größer, die Beratung besser, die Präsentation verlockender ist, Spezialitäten angeboten werden, die es sonst nirgendwo gibt, die Mitarbeiter besonders gut geschult und freundlich sind, Events im Laden veranstaltet werden, ein Liefer- und Catering-Service angeboten wird, der Ladner glaubhaft für gemeinsame Werte steht und diese auch lebt… Patentrezepte gibt es nicht. Erfolgversprechende Ansätze dagegen schon.

Viel Spaß beim Lesen!

Susanne Gschwind, verantwortliche Redakteurin

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Warenkunde Gemüsesäfte (© fcafotodigital - iStockphoto)

Basiswissen – Gemüsesäfte: Perfekt für die Fastenzeit

Biohandel, 02/2017, Verkauf und Praxis

Fruchtsäfte haben Kunden oft auf ihrem Einkaufszettel, bei Varianten mit Gemüse ist das seltener der Fall. Dabei sind sie ebenfalls lecker, randvoll mit Mineralstoffen und lassen sich vielfältig verwenden. Weiteres Plus: Bio-Gemüsesäfte stammen oftmals aus samenfestem Saatgut. 


Warenkunde Gemüsesäft - Umsatz

Besser anbieten – Gemüsesäfte: Saftiges ins Blickfeld rücken

Biohandel, 02/2017, Verkauf und Praxis

Die anstehende Fastenzeit eignet sich gut, um Kunden mit den Vitaminspendern vertraut zu machen – denn sie führen oft ein Schattendasein. Fitness-Aktionen und eine gelungene Präsentation, etwa hinter der Käsetheke, können den Umsatz ankurbeln. 


Steckbrief Bohnenkerne (© kitsananan Kuna, euthymia, baibaz, anusorn, sarahdoow - Fotolia.com)

Steckbrief: Bohnenkerne

Biohandel, 02/2017, Verkauf und Praxis

Sie gehören seit Anbeginn zum Bioladen-Sortiment und sind derzeit besonders beliebt: als pflanzliche Eiweißlieferanten für Vegetarier und Veganer – aber auch für die Trendküche, die mediterrane und orientalische Einflüsse gerne aufnimmt.


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