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Editorial 05 |17

Natascha Becker

Gibt es in dem Betrieb, in dem Sie arbeiten, einen Betriebsrat? Also – wir im bio verlag haben keinen. Obwohl wir inzwischen genug Mitarbeiter sind, um fünf Betriebsräte wählen zu können. Trotzdem vermisst sie niemand, denn seit einigen Jahren sind so gut wie alle Mitarbeiter selbst am Verlag beteiligt. Und die Firmenkultur bringt es mit sich, dass alle wichtigen (und auch die nicht ganz so wichtigen) Entscheidungen im Plenum diskutiert und getroffen werden. Das ist zwar nicht die Norm, aber gerade in der Bio-Branche legen viele Firmen Wert auf Mitbestimmung und flache Hierarchien. Mit ein Grund, warum vergleichsweise wenige Unternehmen hier Handlungsbedarf sehen. Ob und wann es sich trotzdem lohnen kann, über diese Form der Mitarbeiterbeteiligung nachzudenken, beantwortet unser Titelbeitrag ab hier.

Dringenden Handlungsbedarf für die Branche legen dagegen die Ergebnisse unseres Umsatzbarometer-Spezials nahe. Klaus Braun und Karin Lösch haben sich die Zahlen der vergangenen zehn Jahre genauer angesehen und kommen zu dem Schluss: Der LEH grast das wachsende Interesse der Kunden nach Bio ab, der Naturkostfachhandel hat das Nachsehen. Zum einen stehen immer mehr Marken bei Rewe & Co. im Regal, zum anderen nimmt der LEH deutlich mehr Geld in die Hand, um sich in der Werbung als nachhaltig und tierfreundlich darzustellen. Die Kunden glauben es offensichtlich, denn sie geben immer mehr Geld für Bio-Produkte aus – im LEH.

Einfach nur Bio verkaufen reicht also nicht mehr. Darin waren sich auch die Teilnehmer des ersten Biolebensmittel-Barcamps einig. Die meisten plädierten dafür, dass die Branche wieder ihren Pioniergeist entdecken, gerne auch provozieren und überraschen sollte. Mehr zu der Veranstaltung im bayerischen Mellrichstadt lesen Sie hier. Wer die Zukunft der Branche mitgestalten will, ist auch beim 4. Marktgespräch am 22. Mai an der richtigen Adresse. Dort geht es um eine bessere Kundenorientierung.

Viel Spaß beim Lesen!

Natascha Becker,
verantwortliche Redakteurin

Alle Artikel des aktuellen Heftes

Bio-Lebensmittel-Camp 2017 (© BiolebensmittelCamp / Dirk Holst)

Bioniergeist wagen!

Biohandel, 05/2017, Markt und Branche

Das erste Biolebensmittel-Barcamp lockte Menschen mit Mut ins bayrische Mellrichstadt: Mut, bekanntes Terrain zu verlassen, Mut, den Mund aufzumachen – und gemeinsam auszuloten: Wie machen wir Bio wieder unkonventionelll? 


Ferkelkastration (© EC - Europäischen Kommission)

Ferkelmast – keine Lösung in Sicht?

Biohandel, 05/2017, Markt und Branche

Ab 1. Januar 2019 ist es in Deutschland verboten, Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren. Einzelne LEH-Ketten setzen dieses Verbot bei konventionellem Frischfleisch bereits um. Über kurz oder lang kommt das Thema auch in Bioläden auf die Theke. Da ist es gut, Bescheid zu wissen, denn einfache Antworten gibt es nicht.


ZÖL (© photo 5000 - Fotolia.com)

„Der große Wurf ist das nicht“

Biohandel, 05/2017, Markt und Branche

Zwei Jahre hat es gedauert, um die von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt angekündigte Zukunftsstrategie Ökolandbau (ZÖL) zu erarbeiten. Sie enthält 24 Maßnahmen, aufgeteilt auf fünf Handlungsfelder. Hier eine Übersicht.


Bio-Wein (© Rostislav Sedlacek - Fotolia.com)

Schwieriges Jahr – blühender Markt

Biohandel, 05/2017, Markt und Branche

Ergiebige Regenfälle machten den Weinbau in Mitteleuropa im letzten Jahr zu einer großen Herausforderung. Am Ende gab es erhebliche Ernteausfälle. Leider, denn das Interesse am Bio-Wein nimmt zu. Was die Messen des Frühjahrs deutlich zeigten. 


Lebensmittelampel

Aus dem LEH 05 |2017

Biohandel, 05/2017, Markt und Branche

Sechs führende multinationale Lebensmittelunternehmen (Unilever, Mars, Nestlé, Coca-Cola, PepsiCo, Mondelez) haben eine von ihnen konzipierte farbig unterlegte Nährwertkennzeichnung (Ampel) vorgestellt.


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