Anzeige

Kolumne: „Richtlinie ist America first der Branche“

BioHandel, 11/2018, Standards


URL: https://biohandel-online.de/Standards/kolumne-richtlinie-ist-america-first-der-branche.html / © bio verlag gmbh

Kommentare

Markus Maaß

Bei so viel Unsinn weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll...
C.Spahn scheint nur noch bei Filialisten und im LEH Bio zu kaufen, den "klassischen“, heute rund 250qm großen, aufgeräumten Bioladen scheint er nicht mehr zu kennen, aber auf jeden Fall hält er ihn nicht mehr für typisch. Das trifft aber nur auf die Metropolen zu und nicht für die Fläche, da hätte der Bioverlag selbst faktenreich korrigieren können.
Denn daran schließt sich ganz klar an, dass die Schlussfolgerungen ziemlich weit her geholt sind:
Die Herkunft vieler Artikel ist bekannt und wird kommuniziert, ob nun vom Laden (O&G) oder von den Marken/Abfüllern. Ich kenne zudem kaum Lebensmittel-Geschäfte, die mehr Mehrweg und Unverpackt anbieten, nicht einmal die Unverpacktläden schaffen es, in Anzahl und Masse da an den guten alten Bioladen ran zu kommen.
Und wo kommt eine so unqualifizierte Aussage her, wir seien " ausnahmslos dem Wachstumsparadigma untergeordnet"? Ich scheine auf einem anderen Planeten zu leben.
Zuletzt drischt C.Spahn noch auf die BNNRichtlinie ein. Es war bisher und sollte auch weiterhin das Ziel sein, jede Streuobstwiese bio zu zertifizieren, ein Gewinn für alle und weder ein unüberwindbarer Kosten- noch Orga-Faktor . Und ein Dorfladen, der Bio will, bekommt dies idR zügig, wenn er denn auch eine Biozertifizierung hat. Ansonsten freue ich mich über jeden Akteur, der bei den Lieferkonditionen jede Quersubvention kritisch hinterfragt.

"Der Bioladen" steht seit Jahren unter Druck, aber der LEH/Discount wird es bei seinen Taten schwer haben, Nachhaltigkeit, Fairness und Umweltschutz für den denkenden Teil der Konsumenten dauerhaft glaubhaft zu kommunizieren. Dazu sind all diese Feigenblätter viel zu klein.
Schwer wird es für die Biokopien des LEH/Discount, unsere großen Biofilialisten. Diese agieren viel zu nah am Preis, als dass sie sich von der Bioschiene des LEH ausreichend unterscheiden. Sie verdrängen dort den inhabergeführten Bioladen, wo die Umsätze passen., werden aber aus der Fläche die Finger lassen. So blöd sind sie dann auch nicht.
In den Metropolen überleben eben kaum große Fachgeschäfte, das kennen wir aber aus allen Branchen. Überleben werden die, die jetzt schon 150% bio sind und das glaubhaft, nachhaltig dem Kunden kommunizieren können. Und trotzdem bleibt uns nur der stete Wandel, zum am Markt zu bestehen. Da sehe ich heute eher Fragen wie Personalführung als Klippe, denn eine weitere Verfügbarkeit von Bio- oder Verbandsware auf anderen Kanälen. Wer so was sieht, verkennt, dass Bio- und Verbandsware seit Jahren auf dutzenden Kanälen zum Konsumenten kommt. Aber das kann man im Elfenbeinturm der Metropole leicht übersehen.

Hier finden Sie alle Artikel aus der Ausgabe BioHandel, 11/2018



Hier finden Sie Basiswissen und Verkaufshilfen zu den verschiedenen Sortimenten

Anzeige

Anzeige
Hier finden Sie alles zu Umsätzen und Entwicklung der Branche