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Bio profitiert von Gammelfleischskandal

BioHandel, 09/2006, Standards

Zum Teil ausverkauft

Bio profitiert von Gammelfleischskandal

Die Gammelfleischfunde haben Bio-Händlern, Metzgern und Erzeugern eine zusätzliche Nachfrage beschert.

"Wir bemerken einen spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Biofleisch", berichtet Alnatura-Sprecherin Stefanie Neumann. In einigen der 25 Alnatura-Filialen sei Biofleisch kurzfristig sogar ausverkauft gewesen. Maren Schimanski vom Großhändler Dennree sagt, dass das Unternehmen in der zweiten Septemberwoche im Vergleich zur Vorwoche rund 15 Prozent mehr verkauft habe. Ein Effekt aus dem jüngsten Gammelfleischskandal sei jedoch nur schwer messbar. Neben dem Ende der Ferienzeit spiele auch der langfristige Trend eine Rolle.

Der zeigt für Bio-Fleisch schon seit über einem Jahr steil nach oben. Bereits im Herbst 2005 meldete die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) erstmals: "Biofleisch wird knapp". Seither hat sich die Situation nicht verändert. "Inländisches Schweine- und Rindfleisch kann bislang noch nicht die Nachfrage decken", stellte die ZMP im Mai 2006 fest. Vor allem die zunehmende Nachfrage von LEH-Ketten konnte nicht immer befriedigt werden.

"Die jetzigen Gammelfleischfunde haben dem Absatz einen zusätzlichen Impuls gegeben", berichtet ZMP-Expertin Heike Engelhardt von den Rückmeldungen von Handel und Erzeugern. Langfristig werde er sich aber kaum bemerkbar machen. "Die Ware ist auch ohne Gammelfleischskandal knapp und die Preise steigen."

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