Anzeige

Engagierte Ladner – begeisterte Kunden

Biohandel, 03/2017, Entwicklung und Strategie

Bester Bio-Laden 2017 Logo

Sie sind kompetent, lieben, was sie tun, und strahlen das auch aus – fünf Läden wurden von ihren Kunden zu den besten des Jahres gewählt. Hier sind sie also, die strahlenden Gewinner! // Jürgen Michalzik, Natascha Becker

Ihre Läden sind unterschiedlich groß, sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte und doch ist diesen Teams eines gemeinsam – sie lieben, was sie tun. Ihre Kunden spüren und honorieren das und wählten sie zu den „Besten Bio-Läden 2017“. Knapp 50.000 Schrot&Korn-Leser beteiligten sich an der Wahl und bewerteten „ihre“ Läden in den Bereichen Gesamteindruck, Frische, Sortiment, Preis-Leistungs-Verhältnis, Fachkundige Beratung, Freundliche Bedienung, Sauberkeit und Hygiene. Gleichzeitig konnten die Teilnehmer kommentieren, was ihnen besonders gut gefällt – und was sich vielleicht noch verbessern ließe. Wertvolle Hinweise für Inhaber und Mitarbeiter, die sie im Ladenalltag vielleicht nicht so direkt bekommen.

Das diesjährige Ergebnis ist ein Novum, denn zum ersten Mal gibt es in der Kategorie Bio-Supermärkte zwei Gesamtsieger mit derselben Punktzahl. Insgesamt können sich 201 Bioläden über eine Urkunde in Gold, Silber oder Bronze in einer der unterschiedlichen Kategorien freuen. Verliehen werden die Preise wie in jedem Jahr im Rahmen der Gala für die „Besten Bio-Läden“ auf der BioFach in Nürnberg. Hier stellen wir die fünf Gesamtsieger vor.

Hofläden - Hofladen Brandsma, Wittlich

Hofladen Brandsma (© Christain Grewe - bio verlag)
Eugenie und Paul Brandsma mit Hannah aufm Kampe (v.l.) betreiben den Hofladen auf dem Demeter-Hof Breit. (© Christain Grewe - bio verlag)

Der Hofladen auf dem Demeter-Hof Breit hat das Erfolgsrezept „Hofladen“ perfektioniert und macht das Einkaufen zu einem sinnlichen und sinnvollen Erlebnis.

Der Hofladen Brandsma begeistert. Hier hat eine Gemeinschaft konsequent umgesetzt, was sich der kritische Bio-Kunde unter einem Hofladen vorstellt – auch wenn die Größe von 250 Quadratmetern, die Gestaltung und das Sortiment auf den ersten Blick gar nichts mit einem „Laden“ zu tun haben. Vielmehr handelt es sich um ein professionelles Fachgeschäft, das zu weiten Teilen hofeigene Produkte, auch Fleisch, verkauft. Also doch ein Hofladen, aber ein ganz besonderer, und deshalb zu Recht 2017 Goldgewinner in dieser Kategorie. So beruht der Hof auf einem anderen Geschäftsmodell – er gehört einem Trägerverein mit anthroposophischer Ausrichtung – und hat den Rückhalt und die aktive Unterstützung vieler Gleichgesinnter mit unterschiedlichen Qualifikationen. Die Pächter/Betreiber, die Familie Brandsma und Hannah aufm Kampe (ihre GbR-Partnerin) sind biodynamisch ausgebildete Landwirtschaftsmeister, sie leben und arbeiten beinahe wie in einer Wohngemeinschaft, zusammen mit insgesamt sieben Kindern, 20 Milchkühen, 70 Rindern, 12 Schweinen, 450 Hühnern, Schafen und Pferden.

So verwundert es wenig, dass auch der neue große Laden mit einem alternativen Wirtschaftsmodell finanziert wurde – 66 Förderer haben 100.000 Euro in Form von „Hofladen-Aktien“ gezeichnet. Und natürlich hört hier das konsequente ökologische Handeln und Wirtschaften nicht auf dem Acker auf. – Ein Nachbarhof liefert die Wärme aus der Holzhackschnitzel-Anlage, außerdem hat der Breithof eine eigene Solaranlage mit 60 KW auf dem Dach, Kühlanlagen mit Wärmerückgewinnung geben ihre Wärme zur Nutzung in die Käserei ab – ein ökologischer und sozialer Musterbetrieb. 

Individueller Gegenentwurf zum Supermarkt

Nach Jahren der schrittweisen Vergrößerung – im ersten Jahr wurden Milch und Käse nur im Flur des Hofes verkauft, dann der Schweinestall und die hofeigene Käserei ausgebaut – wagten die Landwirte 2016 den Neubau. Sie sagen zwar, sie wollten keinen Supermarkt, aber irgendwie ist es doch ein „Super“-Markt geworden. Mit Transparenz, Vertrauen und persönlichem Kontakt, eigenen Bio-Produkten, einer Sinn- und Produktionsgemeinschaft und einem fördernden Trägerverein schafft der Hofladen Brandsma einen individuell-gemeinschaftlich geprägten Gegenentwurf zum „normalen“ Supermarkt.

Bio-Läden bis 99m² – Der Bioladen, Hadamar-Faulbach

Bioladen Hadamar (© Christain Grewe - bio verlag)
Helga Wilming-Stendebach (l.) und Uschi Herden legen viel Wert auf die persönliche Beziehung zu ihren Kunden. (© Christain Grewe - bio verlag)

Der klassische Bioladen ist weiterhin eine Erfolgsoption – wenn der Standort stimmt und er menschlich-familiär betrieben wird. Der Bioladen befindet sich auf einem Bioland-Hof – und hatte dort auch seinen Ursprung als kleiner Laden von 35 Quadratmetern, der anfangs nur hofeigene Erzeugnisse verkaufte. Nach drei Renovierungs- und Umbauphasen findet sich heute auf knapp 100 Quadratmetern das gesamte Sortiment von Frische, eine großen Käsetheke bis hin zur Kosmetik, aber auch Rind- und Schweinefleisch vom Faulbach Biolandhof. Als der Laden 2010 vor dem Aus stand, haben ihn die beiden langjährigen Mitarbeiterinnen Helga Wilming-Stendebach und Uschi Herden übernommen. Beide sind Quereinsteigerinnen in Sachen Bio, Uschi Herden ist gelernte Konditorin und Helga Wilming-Stendebach gelernte Gärtnerin. Der Bioladen – so die beiden Inhaberinnen – habe bis heute kein Konzept, die von Weiling angebotene Unterstützung habe man abgelehnt: „Wir machen das nach Gefühl und mit unserer langjährigen Erfahrung“. Das spüren die Kunden. Man kennt sich, hat immer Zeit für ein persönliches Gespräch, trinkt einen kostenlosen Kaffee neben der Käsetheke oder probiert – immer freitags – die Suppen oder Eintöpfe, und jeden Tag gibt es frischen, selbstgebackenen Kuchen. Die Beiden sind sich sicher, dass ihre Kunden gar keinen so „durch-optimierten“ Laden wollen, „das haben die ja sonst überall, bei uns ist es halt anders, persönlicher, da bringen Kunden uns schon mal Geschenke – natürlich wissen wir auch, wann unsere Stammkunden Geburtstag haben, dann gibt es von uns was geschenkt, wir wissen um die Vorlieben unserer Kunden.“ Kontinuität und gute Bekanntschaften sind eine tragende Säule dieses kleinen, aber erfolgreichen Ladens – die Inhaberinnen erzählen gern, dass es inzwischen Kunden gibt, für die deren Eltern im Laden schon Babynahrung gekauft haben. 

Der Bioladen als Ort zum Wohlfühlen für alle

Allerdings kommen die meisten Kunden nicht aus dem Dorf, sondern mit dem Auto aus dem nahen Limburg, aus Elz oder Nieder-Hadamar, aus Orten, in denen es größere, moderne Fachgeschäfte gibt. Der Bioladen bietet mehr als „schnell noch einkaufen“ – schon die idyllische Holzbank neben der Eingangstür erinnert die Kunden daran, dass man hier eine andere Einkaufswelt betritt. 

Die Zukunft der Bio-Branche und des Fachhandels liegt also nicht nur in „immer größer, immer professioneller und immer schöner“. Es gibt genügend Kunden, die das Persönliche suchen – und hier bei Helga Wilming-Stendebach und Uschi Herden finden. Hier erhält Bio einen Teil seiner ursprünglichen Werte zurück. In einer Welt, die immer weniger „begreifbar“ und globaler wird, ist der gute alte Bioladen für viele Kunden ein Lichtblick.
Und die beiden Inhaberinnen fühlen sie sich in dieser Welt ebenfalls wohl und zu Hause.

Fachgeschäfte 100 bis 399m² – HULC Bio Food, Köln

Bioladen Hulc (© Kristina Malis - bio verlag)
Eva-Maria Eckert und ihre Nichte Linda Mohaupt setzen in ihrem Sortiment einen Schwerpunkt bei veganen, vegetarischen und makrobiotischen Produkten. (© Kristina Malis - bio verlag)

Die unternehmerische Antwort auf die konventionelle Konkurrenz lautet bei  HULC:  „Öko-Laden war gestern – erfolgreiche Fachgeschäfte inszenieren faszinierende Einkaufserlebnisse mit lifestyligem Design!“ 

Hulc war 2011 schon einmal Goldgewinner bei einer Schrot&Korn-Leserwahl – damals mit nur 40 Quadratmetern noch deutlich kleiner in der Kategorie Bioladen (bis 100 qm). Diesmal ist Hulc, auf dreimal größerer Fläche, von den Lesern zum besten Bio-Fachgeschäft (bis 399 qm) gewählt worden. Die beiden Betreiberinnen scheinen mit der Übernahme des Ladens 2007 alles richtig gemacht zu haben. Entstanden ist er aus einer Einkaufsgemeinschaft – und noch heute gibt es für „Mitglieder“ ein besonderes Rabattsystem, die Hulc-Karte. Alle Produkte sind mit zwei Preisen ausgezeichnet, wer eine – je nach Familienstand gestaffelte – Monats- oder Jahresgebühr zahlt, für den gelten die roten, deutlich reduzierten Preise.

Der „neue“ zwar immer noch kleine Laden ist hell, freundlich und mit Liebe zum Detail gestaltet. Nach dem Erweiterungsumbau kommt auch jüngere Laufkundschaft, angelockt von einer farbenfroh gestalteten Außenfassade. Hulc passt perfekt in das trendige belgische Viertel – die Inhaberinnen Eva-Maria Eckert und ihre Nichte Linda Mohaupt haben die Transformation vom Ökoladen der ersten Generation hin zu einem Bio-Fachgeschäft mit Zukunftspotenzial gemeistert. Inhaltlich und vom Sortiment ist Hulc sich treu geblieben, noch immer stehen vegetarische, vegane und makrobiotische Produkte neben der umfangreichen Frische im Mittelpunkt, nun aber in vom Schreiner nach den Regeln des Feng Shui gestalteten Regalen. Freundlichkeit, Kompetenz, Service bis hin zur Auslieferung und dem eigenen Online-Shop machen das Einkaufserlebnis für jeden Kunden und die unterschiedlichsten Bedürfnisse perfekt. 

Eine treue Community aufgebaut

Hulc Bio-Food bedient zwei Erfolgsparameter – und kann damit Vorbild für andere kleine Läden im zunehmenden Wettbewerb sein: Zum einen hat das Fachgeschäft durch die Hulc-Karte eine treue Community an sich gebunden. Zum anderen haben Eva-Maria Eckert und Linda Mohaupt verstanden, dass es für den Laden der Zukunft noch andere Differenzierungsmerkmale geben muss, die dem Kunden helfen, den Einkauf als sinnliches Erlebnis genießen zu können. Und dass für die neuen Bio-Kunden Bio und Design Ausdruck eines Lifestyles geworden sind – und sich nicht mehr ausschließen. Mehr noch, Bio ist selbst zum Lifestyle geworden. Mit seinem trendigen Ladenkonzept hat es Hulc als erster Bio-Laden sogar in das Magazin stores + shops vom führenden Retail-Institut EHI in die Rubrik „Neueröffnungen“ geschafft.

Bio-Supermärkte ab 400m² – biomammut, Böblingen

Biomammut Böblingen (© Cristina Naan - bio verlag)
Inhaber Roland Harter und sein Team geben vor allem bei der Frische regionalen Produkten immer den Vorzug. (© Cristina Naan - bio verlag)

biomammut ist das smarte Einkaufserlebnis für die urbane Kundschaft. Mit Roland Harter hat 2008 ein ehemaliger Manager aus dem LEH seinen ersten eigenen Bio-Supermarkt eröffnet – und im Frühjahr wird es bereits sechs Filialen in Baden-Württemberg geben. Der 2013 in Böblingen eröffnete biomammut mit 600 Quadratmetern Verkaufsfläche hat bei der Leserwahl 2017 die Gold-Gesamtmedaille in der Kategorie Bio-Supermärkte gewonnen.

Im Laufe der Zeit hat sich Roland Harter, der die Geschäfte zusammen mit seiner Frau Diana führt, von seinem ursprünglichen Konzept verabschieden müssen. Eigentlich wollte er auf einer größeren Fläche auch Schuhe, Textilien und Schreibwaren von regionalen Lieferanten anbieten. Heute konzentriert er sich mit deutlich mehr Erfolg auf das klassische Frische-Bio-Sortiment, auf Nährmittel und Naturkosmetik. Beinahe 100 Prozent der Produkte bezieht er inzwischen vom Großhändler Bodan.

Bei der Sortimentsauswahl (besonders im Frische-Bereich) hat Roland Harter eine ganz klare Qualitätsstrategie: Ist ein Produkt regional in Demeter-Qualität verfügbar, wird dieses geordert, auch wenn es deutlich teurer ist. Auch bei der geografischen Herkunft gibt es in den biomammut-Supermärkten ein klares Prinzip: erst regional, dann deutschlandweit. Mit diesem Sortiment kann Harter seine Läden deutlich – auch für die Kunden sofort erkennbar – von Bio im LEH, aber auch von Bio-Mitbewerbern abgrenzen.

Den Kunden smartes Einkaufserlebnis bieten

Beim Aufbau, der Struktur und der Warenpräsentation erkennt man den Einzelhandels-Profi, die Ware ist sehr ordentlich und attraktiv präsentiert. Der feine Unterschied zum LEH ist in den Materialien und in der Inszenierung überall im Laden spürbar. Die nur schulterhohen Regale und viele Info-Schilder erleichtern die Orientierung. biomammut bietet seinen Kunden ein „smartes Einkaufserlebnis“ – professionell, aber trotzdem nahbar.Das Konzept trifft den Zeitgeist, macht Bio-Einkaufen für neue Zielgruppen attraktiv. Bio bei Rewe kaufen, das kann jeder. Aber eine Unternehmer-Persönlichkeit durch seinen Einkauf persönlich zu unterstützen, das ist etwas Besonderes. Roland Harter, seine Frau und die Mitarbeiter zeigen mit diesem Gewinnerladen, wie Bio sich zukünftig auf großer Fläche gegen Rewe, Edeka und Discounter erfolgreich behaupten kann.

Bio-Supermärkte ab 400m² – ebl-Laufamholz, Nürnberg

Bioladen EBL Laufamholz (© Peter Roggenthien - bio verlag)
Für Filialleiterin Annemarie Trappe und ihr Team ist es wichtig, sich viel Zeit für die Kunden zu nehmen. (© Peter Roggenthien - bio verlag)

ebl-Laufamholz zeigt, dass in der Bio-Branche auch Filialsysteme von (angestellten) Unternehmerpersönlichkeiten und ihrem Team geprägt werden können – und als Nahversorger in Wohngebieten eine Zukunft haben.

Mit der neuen Filialleiterin Annemarie Trappe hat sich die Erfolgsgeschichte des Ladens fortgesetzt: Erst 2014 eröffnet, hat ebl-Laufamholz bereits zum zweiten Mal in Folge die Gold-Gesamtmedaille als bester Bio-Supermarkt gewonnen.

„Ich liebe es, dass man sich hier für die Kunden Zeit nehmen kann“, sagt Annemarie Trappe. Die erst 30-Jährige hat bei Aldi gelernt, aber bei ebl erst angefangen, in ihrem Beruf als Verkäuferin richtig aufzugehen. Bei den vielen regionalen Produkten kommen die Fleisch- und Wurstwaren besonders gut an, hier kann Thekenchefin Jennifer Deinzer mit ihrer sympathischen Art punkten und Vertrauen schaffen. Schließlich hat ebl eine eigene handwerklich produzierende Metzgerei und alle Fleischlieferanten kommen aus der Region Franken und Oberpfalz. Und auch das umfangreiche Brot- und Backwaren-Sortiment kommt täglich frisch von Bäckereien aus der näheren Umgebung. Im Laden finden, gerade bei hochpreisigen Produkten, immer wieder Verkostungen statt, so wird die Kundschaft an qualitativ hochwertige Bio-Produkte herangeführt. Daneben gibt es besonders gekennzeichnete Wochen- und Monatsaktionen.

Annemarie Trappe bezeichnet ihre Filiale als einen „ganz normalen (Bio-)Supermarkt“ mit freundlichen, strahlenden Mitarbeitern, denen das Wohl und die Zufriedenheit der Kunden über alles geht. „Wir versuchen, das Lächeln aus den Kunden heraus zu kitzeln. Auch wenn ein Kunde mal schlechte Laune hat, kriegt er trotzdem einen schönen Tag gewünscht.“

Entscheidend sind engagierte Mitarbeiter

ebl-Laufamholz scheint wirklich ein ganz normaler Supermarkt zu sein, in dem allerdings von der Filialleiterin bis zu den Mitarbeitern alle mit Begeisterung für die Kunden da sind. Auch die Einrichtung und Warenpräsentation hat nichts exaltiertes, nichts außergewöhnliches und wirkt eher klassisch. Es sind die authentischen, mit Herz und Fachwissen arbeitenden Menschen, die diesen Laden zu einem Gewinnerladen in Serie machen. Dann kommt und bleibt auch die Laufkundschaft aus dem Wohnviertel, die vielleicht gar nicht auf der Suche nach Bio-Produkten, sondern in erster Linie nach Lebensmitteln war.

Ergebnisse der Schrot&Korn Leserwahl

Für eine größere Ansicht auf die Tabelle oder hier klicken.

Insgesamt gaben die Schrot&Korn-Leser bei der diesjährigen Wahl 47.207 gültige Stimmen ab und damit etwas weniger als im vergangenen Jahr. Deutlich zugenommen hat jedoch die Bedeutung des Internet. Hatten 2016 noch 41,42 Prozent der Leser online abgestimmt, waren es bei der aktuellen Wahl schon 47 Prozent – und dieser Wert dürfte in den kommenden Jahren noch weiter steigen. Mit über 75 Prozent beteiligten sich wieder deutlich mehr Frauen als Männer. Dabei fällt auf, dass die männlichen Kunden die Frische und das Sortiment durchweg positiver bewerten als die weiblichen, hingegen das Preis-Leistungs-Verhältnis negativer einstufen.

In sieben Kategorien sollten die Leser ihre Läden bewerten: Frische, Sortiments-Vielfalt, Preis-Leistungs-Verhältnis, fachliche Beratung, freundliche Bedienung, der Gesamteindruck und die Sauberkeit wurden mit Schulnoten von 1 bis 6 versehen. Außerdem konnten die Teilnehmer persönliche Kommentare abgeben zu Aspekten, die ihnen besonders gefallen und bei denen sie Verbesserungsbedarf sehen. Das nutzten viele Kunden ausführlich für Lob wie dieses: „Sehr nette Verkäuferinnen, alle kompetent und hilfsbereit. Falls etwas nicht verfügbar ist, wird es gerne bestellt“, aber auch für konstruktive Kritik wie: „Manchmal wäre etwas mehr Personal sinnvoll“ oder „Vor der Bedientheke würde ich mir ein oder zwei Imbisstische wünschen“. Natürlich bekommen die einzelnen Läden die Kommentare ihrer Kunden zur Verfügung gestellt und erhalten so ein wertvolles Feedback.

Hofläden beim Gesamteindruck ganz vorne

Stetige Verbesserung in fast allen Kategorien verzeichnen auch in diesem Jahr wieder die Hofläden, die beim Gesamteindruck und bei der Frische ganz vorne liegen. Die Bio-Läden hielten im Schnitt die Noten des Vorjahres, während Fachgeschäfte und inhabergeführte Bio-Supermärkte etwas schlechter bewertet wurden als 2016 – allerdings immer noch auf einem sehr hohen Niveau.

Insgesamt wurden 2.337 Läden von den Schrot&Korn-Lesern bewertet, 738 von ihnen erhielten Feedback von mehr als 20 Kunden – die Voraussetzung, um am Ranking teilnehmen zu können. Und von diesen dürfen sich 201 Läden auf eine Urkunde freuen – in einer der sieben Kategorien oder als Gesamtgewinner – und diese im Rahmen der Gala für die „Besten Bio-Läden“ entgegennehmen. 

Unsere Sponsoren

Bester Bio-Laden 2017 - Sponsorenlogos

Kommentare

Hier finden Sie alle Artikel aus der Ausgabe Biohandel, 03/2017

Hier finden Sie alles zu Umsätzen und Entwicklung der Branche


Hier finden Sie Basiswissen und Verkaufshilfen zu den verschiedenen Sortimenten