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Müll reduzieren? Die meisten sind dabei!

Aktuelles, 02.10.19 14:22

Das Thema Verpackungsmüll treibt Kunden wie Händler um. Viele versuchen, vor allem für Plastik Alternativen zu finden oder es gleich ganz zu vermeiden. Deshalb wollten wir in unserer letzten Umfrage von Ihnen wissen, welche Veränderungen Sie in Sachen Verpackungsmüll vorgenommen haben oder noch planen.

Mehrheit hat reduziert

Mit knapp 88 Prozent hat die deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmer nach eigenen Angaben in diesem Jahr Maßnahmen ergriffen, um Verpackungsmüll zu reduzieren – sowohl als Ladner oder Hersteller, als auch im privaten Bereich.

Viele Ideen in den Läden

Von Ladnerseite heißt es: „Hemdchentüten sind nicht mehr frei verfügbar, sondern nur noch auf ausdrücklichen Kundenwunsch.“ Andere Ideen werden bereits umgesetzt: „Wir bieten schon lange an, Käse etc. in mitgebrachte Behälter zu legen, ebenso Backwaren.“ Auch andere Händler bieten „Verpackungen nur noch an, wenn es ausdrücklich verlangt“ wird. Oder verlegen sich beim „Einkauf auf Produzenten, wo möglichst kein Plastik“ verwendet wird. Die Kunden scheinen dies zu honorieren, denn sie „bringen oft alles mit, auch ihre Eierpappen“, um Verpackungen zu sparen. Weitere Maßnahmen, die die teilnehmenden Läden nennen sind: „Listung von Produkten mit Papierverpackung, Auslistung der anderen“, „Lose-Verlauf eines kleinen Trockensortiments“, „Ausschließlich Pfandgläser für Thekenprodukte wie Frischkäse, Fleischsalat, Oliven. Kunden können selbst Gefäße mitbringen“, die Verwendung von Großgebinden ein anderer verwendet „alle Kartonagen und Verpackungsmaterialien für den Online-Shop“ und ein weiterer gewährt eine „Gutschrift für Kunden, die Verpackungen vermeiden“.

Auch die Hersteller machen mit

Auch die Hersteller suchen und finden Möglichkeiten, unnötige Verpackungen einzusparen: Gestaltung neuer Verpackungen. Tests zur Folienreduzierung“, nennt einer von ihnen, ein anderer verzichtet bei seinen Molkereiprodukten auf „den Wiederverschluss durch einen Plastikdeckel“ und bietet stattdessen Bienenwachstücher als natürliche Verpackungsalternativen an.

Auch im Privaten wichtig

Das Vermeiden von Müll ist den Teilnehmern unserer Umfrage aber auch im Privaten wichtig und so schrieben viele, auf was sie beim Einkauf achten: Es wird „so eingekauft, dass ich nur das nötigste an Verpackung habe“ oder es geht gleich zum „Einkauf in Unverpacktläden“. Außerdem achten sie auf Mehrwegprodukte, nehmen Gläser, Stoffbeutel und Boxen mit zum Einkauf und haben die Einkaufstasche aus Stoff immer mit dabei.

Deutliche Einsparungen

Gefragt nach der Menge an Verpackungsmüll, die sie reduzieren konnten, antworten die Umfrageteilnehmer sehr unterschiedlich: Manche geben an, etwa vier bis fünf Prozent an Müll eingespart zu haben, ein anderer sogar 90 Prozent. Die Mehrheit bewegt sich bei 30 bis 50 Prozent – alles in allem also schon eine ganze Menge.

Bei den rund zwölf Prozent, die angaben, in diesem Jahr keine Maßnahmen ergriffen zu haben, um Verpackungsmüll zu reduzieren, waren die Gründe dafür sehr unterschiedlich. Sie reichten von „Keine Idee, wie das geschehen soll“, über: „Wir handeln die Ware nur – auf die Verpackung haben wir keinen Einfluss“ bis zu: „Habe schon vor Jahren begonnen, so viel wie irgend möglich zu vermeiden“.


URL: https://biohandel-online.de/Aktuelles/muell-reduzieren-die-meisten-sind-dabei.html / © bio verlag gmbh

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